Hoffnungen und Befürchtungen bei der Online-Partnersuche

2015-04-26 16:01 von Team Gleichklang (Kommentare: 3)

Wir haben unsere Mitglieder nach ihren Hoffnungen und Befürchtungen bei der Online-Partnersuche befragt. An der Umfrage beteiligten sich 2550 partnersuchende Singles im Alter von 18 bis 83, unter ihnen 1602 Frauen und 948 Männer.

 

 

Kurzzusammenfassung der Ergebnisse

 

Männer und Frauen haben nach einer Umfrage der Partnerbörse Gleichklang.de ähnliche Hoffnungen und Befürchtungen bei der Online-Partnersuche. Sie erhoffen sich Ehrlichkeit, Zugewandtheit und Zuverlässigkeit, befürchten aber Lügen, Unpünktlichkeit und Unsauberkeit. Besonders Frauen befürchten außerdem Übergriffigkeit, Stalking oder rein sexuelle Interessen beim Gegenüber. Demgegenüber befürchten Männer eher, dass kein Gespräch zustande kommt oder dass das Gegenüber schlechter aussieht als auf dem Profil-Foto. Wir raten allen Mitgliedern undf überhaupt allen partnersuchenden Singles im Internet, sich authentisch darzustellen und Vorstellungen und Befürchtungen vor einem Treffen offen anzusprechen, damit eure Hoffnungen wahr werden und die Befürchtungen sich in Luft auflösen!

 

 

Ergebnisse im Einzelnen

 

Die sieben größten Hoffnungen

 

Wir baten unsere Mitglieder, 90 mögliche Hoffnungen für die Partnersuche auf einer 8-stufigen Skala von „nein, auf keinen Fall“ bis hin zu „unbedingt erforderlich“ einzuschätzen. Im Ergebnis zeigten sich die sieben größten Hoffnungen von Männern und Frauen bei der Partnersuche als nahezu identisch:

 

Männliche und weibliche Singles fanden es wichtig, sehr wichtig oder sogar unbedingt erforderlich, einen Partner zu finden, der sich auszeichnet durch Ehrlichkeit (Frauen: 95,8 %, Männer: 93,8 %), Vertrauen (Frauen: 95,3 %, Männer: 92,0 %), Zuverlässigkeit (Frauen: 94,1 %), Männer: 88,32 %), Empathie und Mitgefühl (Frauen: 93,5, Männer: 86,9 %), der ein guter Gesprächspartner ist (Frauen: 92,8 %, Männer: 87,7 %) und auf den sie sich zu 100 % verlassen können (Frauen: 89,8 %, Männer: 87,3 %). Unter den sieben großen Hoffnungen befand sich zudem bei den Frauen einfühlsame Sexualität (93,5 %), während bei den Männern Zärtlichkeit (89,9 %) einen Platz unter den sieben größten Hoffnungen ergatterte.

 

Gutes Aussehen (Frauen:  34,4 %, Männer: 48,3 %) und hohe Bildung (Frauen:  45,2 %, Männer: 29,3 %) fanden sich bei beiden Geschlechtern im Mittefeld.  Ansehen  (Frauen: 7,4 %, Männer: 3,0 %) und Wohlstand  (Frauen: 9,9 %, Männer: 4,3 %) gehörten weit abgeschlagen bei beiden Geschlechtern zu den Schlusslichtern in der Rangfolge dessen, was sie sich bei einem Partner erhofften.

 

Die sieben größten Befürchtungen beim Online-Dating

 

Die Teilnehmer wurden gebeten, unter 42 möglichen Befürchtungen diejenigen auszuwählen, die auf sie zuträfen. Unter den sieben größten Befürchtungen befand sich bei Männern und Frauen die Angst, dass das Gegenüber gelogen habe (Frauen: 58,5 %, Männer: 48,4 %), unsauber und ungepflegt sei (Frauen: 52,9 %, Männer: 37,3 %), einen unangenehmen Körpergeruch habe (Frauen: 49,4 %, Männer: 36,4 %) oder nur spiele und es nicht ernst meine (Frauen: 42,8 %, Männer: 36,9 %).  Nur bei Frauen gehörte zu den sieben größten Befürchtungen außerdem die Angst, dass das Gegenüber nur Sex wolle (Frauen: 49,78 %), nur über sich selbst rede (48,5 %) oder ein Nein nicht akzeptiere und zum Stalker werde (48,2 %). Demgegenüber gehörte nur bei den Männern zu den sieben größten Befürchtungen, dass kein Gespräch zustande komme (42,1 %), das Gegenüber zum ersten Treffen nicht erscheine (40,6 %) oder schlechter aussehe als auf dem Foto im Online-Profil (35,4 %).

 

 

Psychologische Bewertungen und Empfehlungen

 

Deutlich wird nach Einschätzung des Gleichklang-Psychologen Dr. Guido F. Gebauer, dass Männer und Frauen bei der Online-Partnersuche große Hoffnungen darauf legen, einen ehrlichen, zuverlässigen, zugewandten und liebevollen Menschen kennen zu lernen. Aussehen, Bildungsstand, Einkommen und Ansehen spielten demgegenüber in den Hoffnungen partnersuchender Frauen und Männer nur eine deutlich geringere oder untergeordnete Rolle, auch wenn Männer nach den Ergebnissen der Umfrage etwas mehr Wert auf das Aussehen und Frauen etwas mehr Wert auf Statusmerkmale, wie Bildung, Einkommen oder Ansehen, legten.  

 

Neben Hoffnungen sei die Partnersuche aber auch mit ernsthaften Befürchtungen verbunden, wobei von Singles beider Geschlechter insbesondere Unehrlichkeit, Unpünktlichkeit, Unsauberkeit und ein unangenehmer Körpergeruch befürchtet werden. Diese Merkmale ließen sich nicht oder nur schwer Online erkennen, so dass diese Befürchtungen nach Ansicht von Dr. Gebauer gut nachvollziehbar seien. Darüber hinausgehend befürchteten insbesondere Frauen übergriffiges und bedrängendes Verhalten oder auch rein sexuelle Interessen Ihres Online-Gegenüber.  

 

Dr. Gebauer rät allen partnersuchenden Singles im Internet zu einer authentischen Selbstdarstellung. Außerdem sei es ratsam, die gegenseitigen Vorstellungen und Erwartungen vor einem ersten Treffen explizit zu erklären und dabei auch Befürchtungen offen anzusprechen.

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Kommentar von Katrin | 2015-05-05

Ich finde, man sollte es auf sich zukommen lassen und schauen, was kommt.

Kommentar von SHS | 2015-10-17

Sehe ich genauso.
Nichts ist ehrlicher als Authenzität und Offenheit.
Ich finde, daß wenn man sich so verhält, kann man nichts falsch machen, es sei denn man klammert sich an falsche Hoffnungen und Vorstellungen, bzw. Erwartungen.
Selbst wenn man eine Niederlage erlebt, ist das nicht das Ende der Welt und es bedeutet auch nicht, daß es zukünftig wieder so laufen wird.
Zu einem starken und selbstbewußten Menschen wird man nicht nur durch seine Erfolge sondern zum großen Teil durch seine Niederlagen und den damit verbundenen Erfahrungen, wenn man den Mut hat immer wieder aufzustehen und weiter zu gehen, um sein Ziel das man sich gesteckt hat zu erreichen.

Kommentar von http://www.shopfootballshirts.co.uk | 2016-03-16

Besonders Frauen befürchten außerdem Übergriffigkeit, Stalking oder rein sexuelle Interessen beim Gegenüber.