Religionen und Partnersuche

2016-07-24 12:45 von Team Gleichklang (Kommentare: 11)

Welche Bedeutsamkeit hat die Religion für die Partnersuche? Genauer gesagt, welche Rolle spielen Auffassungen zur Religion?

 

Unsere Auswertungen bei Gleichklang zeigen seit über 10 Jahren, dass für die viele Mitglieder die Religion nicht entscheidend ist. Aber ebenso gibt es eine nicht unbedeutende Anzahl an Mitgliedern, die mit einem Partner, einer Partnerin, einem Freund oder einer Freundin die Religion oder die Auffassung zur Religion teilen möchte. Genauere Zahlen finden sich in diesem vorherigen Artikel.

 

Manche möchten die gleiche Religion teilen, andere möchten nur bestimmte Religionen ausschließen. Manche Mitglieder wollen nur Atheisten oder Agnostiker kennenlernen. Bei anderen ist es wiederum so, dass sie genau Atheisten oder Agnostiker aus den Vorschlägen ausschließen wollen.

 

Bei Gleichklang geht die Religion oder die Auffassung deshalb zur Religion nur dann in die Vermittlung ein, wenn Mitglieder dies gemäß ihrer Fragebogenangaben wünschen. Dies Konzept hat sich über die Jahre als Erfolgsstrategie erwiesen. Einerseits erfolgt die Vermittlung für viele Mitglieder völlig unabhängig von der Religion. Andererseits finden Menschen mit ihnen sehr wichtigen religionsbezogenen Auffassungen so bei Gleichklang immer wieder den passenden Menschen für eine dauerhafte und tragfähige Partnerschaft.

 

Mitglieder können bei uns angeben, wie wichtig Ihnen die Auseinandersetzung mit folgenden Religionen ist :

 

- Christentum

- Buddhismus

- Judentum

- Islam

- Hinduismus

- Schintoismus

- Bahai

 

Ebenfalls können sie die Bedeutsamkeit von „esoterischer Religiosität“ und von „Atheismus/Agnostizismus“ angeben.

 

Auf der stärksten Ausschlussebene können andere Personen gänzlich ausgeschlossen werden, die sich zu einer bestimmten Religion oder religionsbezogenen Auffassung hingezogen fühlen. Ebenso ist es auf der stärksten Einschlussebene möglich, anzugeben, dass nur Personen vorgeschlagen werden sollen, die sich zu einer bestimmten Religion oder religionsbezogenen Auffassung hingezogen fühlen.

 

Von einer stärkeren Differenzierung in noch mehr Religionen und Konfessionen haben wir bewusst Abstand genommen. Daraus würde eine zu starke Zersplitterung entstehen, die letztlich die Vermittlungschancen absenken würde. Wir sind auch aufgrund unserer kontinuierlichen Auswertungen überzeugt, dass die erfragten übergeordneten Konzepte ausreichend sind, um eine Grundpassung zwischen Menschen gewährleisten zu können. Dadurch ermöglichen wir unseren Mitgliedern eine erfolgreiche Partnersuche und Freundschaftssuche.

 

Religionen oder Auffassungen zur Religion mögen Menschen verbinden, sie aber auch trennen. Es gibt Menschen, die sich eine Beziehung völlig unabhängig von der Religion vorstellen können. Es gibt aber eben auch Menschen, für die es wesentlich ist, Religion oder Auffassung zur Religion in einer Beziehung  zu teilen.

 

Wir erachten beide Sichtweisen für legitim und nachvollziehbar. Mit den besonderen Vermittlungsprinzipien bei Gleichklang werden wir beiden Erlebnisweisen gerecht und schaffen so für alle unsere Mitglieder optimale Chancen, echte Liebe und Freundschaft zu finden.

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Kommentar von Ümit | 2016-07-24

Ich finde es sehr lobenswert, wie man hier es versucht die Religion mit einzubeziehen bei der Partnersuche! Sehr lobenswert. :)

Kommentar von Prawin | 2016-07-24

Für mich ist Religion nicht besonders wichtig. Sondern mehr wie Leute sich zu den o.a. sieben (plus esoterische Spiritualität und Agnostizismus/Atheismus) äußern = nein, eher nein, neutral, eher ja, ja stark. Bzw. was das dann im Einzelnen praktisch bedeutet.

Agnostizismus und Atheismus sind für mich übrigens nicht dasselbe - insofern, m.M.n., nur eine Antwortmöglichkeit dem Gegenstand nicht gerecht wird.

Kommentar von Monika M. Kraus | 2016-07-24

Mir persönlich ist Religion sehr wichtig. Nicht in einer engen, starren Struktur, sondern in ihrer spirituellen Dimension. Ein Leben ohne Beziehung zu Gott/dem Göttlichen in jedem kann ich mir nicht vorstellen.
Dies schränkt meine Partnerwahl nicht ein, aber ich wünsche mir Achtung vor meiner Einstellung zum Christentum.
Daher finde ich es gut, dass Religion bei der Partnerwahl einbezogen wird.

Kommentar von Team Gleichklang.de | 2016-07-24

@Prawin

Du hast Recht, dass Atheismus und Agnostizismus nicht das Gleiche sind, wobei sie aber gegenüber den anderen Religionen/religiösen Vorstellungen eine Gemeinsamkeit haben:

Sie gehen beide nicht davon aus, dass eine Religion als wahr betrachtet werden kann.

Sicherlich könnten wir beide Konzepte trennen. Die Gefahr besteht bei jeder Trennung, dass es zu sehr zersplittert und am Ende Menschen nicht mehr zueinander finden, die eigentlich doch sehr gut passen würden.

Dennoch ist es sicherlich eine Überlegung wert.

Zur Auswertung verglichen werden "eigene Auffassungen" mit "Suche", wobei eine Passung immer wechselseitig sein muss. Die praktische Bedeutsamkeit der Abstufungen ist die, dass die beiden äußersten Ränder der Abstufung zu einem klaren Ausschluss führen: Entweder werden alle, die eine jeweilige religionsbezogene Auffassung nicht für sich als positiv bewerteten, nicht vorgeschlagen. Oder aber es werden umgekehrt diejenigen nicht vorschlagen, die eine bestimmte religionsbezogene Auffassung für sich als positiv bewerteten. Im Regelfall schließen sich außerdem die beiden vorletzten Positionen wechselseitig aus, wobei hier aber Ähnlichkeit in anderen Bereichen den Ausschluss aufheben kann.

Kommentar von Manfred Koschnick | 2016-07-24

Nach meiner Erfahrung ist es hilfreich, wenn erstens beide Partner sich mit der je eigenen Haltung zum Thema Religion beschäftigt haben und diese verbal vermitteln können. Zweitens ist gegenseitige Wertschätzung und Verständnis hilfreich. Die andere Auffassung des Partners kann als Bereicherung wahrgenommen werden. Je dichter die Auffassungen beieinander liegen, um so mehr versucht jeder sich im Kleinklein gegen den andern abzugrenzen. Suniten gegen Shiiten, katholische gegen evangelische Christen. Historisch kritische Exegese neben evangelikal-fundamentalistischer Exegese . Dann wird es u.U. heikel.
Wenn jedoch diese 2 Voraussetzungen gegeben waren, habe ich nie Probleme mit Menschen anderer religiöser oder attheistischer Überzeugungen gehabt, außer mit Anhängern von Sekten oder Verschwörungstheorien! LG Manfred

Kommentar von G. R. | 2016-07-24

Bezüglich Atheismus/Agnostik versus Religion: Es wäre gut, wenn alle sich immer bewußt wären, dass sie etwas nur glauben. Wer seine Religion als Wahrheit betrachtet, gerät sehr schnell in die Gefahr, anderes als nicht gleichwertig zu betrachten.

Ich war schon als Kind nicht gläubig, sondern zweifelte. Die im Christentum damit oder mit Sünden verbundene Androhung der Hölle war für mich als Kind trotzdem schlimm. Insofern könnte ich mir mit jemanden, der tief gläubig ist und die ganzen "Wahrheiten" der Bibel ernst nimmt schon schwierig werden, zusammen zu leben.

Kommentar von Eva Sulzer | 2016-07-24

Hallo Gleichklang Team,
die Religionskategorie finde ich schon wichtig, aber ich konnte mich in der Einstufungsskala nicht wiederfinden;
zwischen "eher ja" und "ja sehr" ist meiner Meinung nach sehr viel Raum. Ein einfaches "ja" vermisse ich in der Skala...
Schöne Grüße Eva

Kommentar von Prawin | 2016-07-25

Kleiner Nachtrag zu meinem obigen Satz: Für mich ist Religion nicht besonders wichtig => aber was jemand für eine "Weltanschauung" hat schon (bzw. eben auf welche Art und Weise er - d.h. hier sie - sie lebt). Selbst jedoch wenn sie (die Weltanschauung) von meiner nicht unerheblich abweicht, kann man sich ja trotzdem lieben (lernen) - muss aber, realistisch gesehen, nicht so kommen (od. "unbedingt" sein).

Kommentar von cheap louboutin | 2016-09-25

Sicherlich könnten wir beide Konzepte trennen. Die Gefahr besteht bei jeder Trennung, dass es zu sehr zersplittert und am Ende Menschen nicht mehr zueinander finden, die eigentlich doch sehr gut passen würden.

Kommentar von iwc replica | 2016-10-09

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Kommentar von rolex replica | 2016-12-14

fahr besteht bei jeder Trennun