Gleichklang-Umfrage: Ehrlichkeit ist bei der Partnersuche Trumpf

2014-06-06 16:34 von Team Gleichklang (Kommentare: 5)

In den letzten Wochen haben wir ja Gleichklang Mitglieder gebeten, an einer Reihe von Umfragen teilzunehmen. Nunmehr möchten wir gerne die wesentlichen Ergebnisse von zwei Umfragen, die durchaus spannend sind, mitteilen:

 

Umfrage. Ehrlichkeit bei der Profilerstellung

 

Oft wird vermutet, dass bei der Partnersuche im Internet die Profile voll von unrichtigen Angaben, Übertreibungen und Erfindungen seien. In unserer Umfrage, an der sich fast 2000 Gleichklang-Mitglieder beteiligten, gaben aber mehr als vier von fünf Mitgliedern an, sich in ihren Profilen komplett wahrheitsgemäß dargestellt zu haben. Dies ist auch  plausibel. Denn wer ernsthaft nach Partnerschaft sucht, für den lohnt es sich nicht, die Suche unter falschen Voraussetzungen zu beginnen.

 

Die positive Nachricht ist also, dass die Mitglieder von Gleichklang davon ausgehen können, dass die große Mehrheit der Profile auch auf korrekten Angaben beruht.

 

Folgende Zahlen und Details sind im Detail zu berichten:

 

82,15% der befragten Mitglieder gaben an, dass Sie in ihrem Profil zu 100% die Wahrheit gesagt hätten, während 17,63 % der Mitglieder angaben, dass sie Kleinigkeiten fehlerhaft dargestellt hätten. Nur jeweils 0,11% der befragten Mitglieder bejahten die Aussagen, dass ihre Profile eine Mischung aus Wahrheit und Lüge seien oder gar mit der Wahrheit nichts zu tun hätten.

 

Bezüglich des Alters berichteten 98,82% der Mitglieder über eine korrekte Angabe. 2,36% gaben an, in Wirklichkeit älter zu sein und 0,81% gaben an, in Wirklichkeit jünger zu sein als in ihren Profilen benannt.

 

Im Hinblick auf eingestellte Fotos gaben 83,46% der befragten Mitglieder an, sie sähen auf einem eingestellten Foto so aus wie auch in der Wirklichkeit. 12,28% berichteten demgegenüber, dass sie tatsächlich etwas schlechter aussähen als auf dem Foto. 5,26% der Befragten gaben an, in der Realität besser auszusehen als auf dem Foto.

 

In ihrer freien Textvorstellung haben sich nach eigenen Angaben 94,11% der Mitglieder korrekt dargestellt, während 5,89% von unwahren Angaben im freien Text berichteten.

 

Im Hinblick auf ihre Angaben zu Bildungsstand und Berufsausbildung berichteten 88,44% der befragten Mitglieder, in ihrem Profil die volle Wahrheit gesagt zu haben. Demgegenüber gaben 9,69% der befragten Mitglieder an, ihr Licht unter den Scheffel gestellt zu haben. Nur 1,88% der Befragten gaben an, ihren Werdegang übertrieben zu haben.

 

Auch im weiteren Nachrichtenaustausch der Mitglieder untereinander dominiert nach der Umfrage die Ehrlichkeit: 76,77% der Befragten gaben an, in allen ausgetauschten Nachrichten absolut, während 23,67% berichteten, weitgehend ehrlich gewesen zu sein. Nur drei Befragte bejahten die Aussage, dass nicht alles stimme, was sie in Nachrichten geschrieben hätten. Kein einziger der Befragten gab an, dass dies häufig der Fall gewesen sei.

 

Die Umfrage läuft übrigens weiter und kann hier ausgefüllt werden: https://de.research.net/s/gleichklang

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Hoelderlin1 | 2016-05-22

Allerdings wage ich Euer Ergebnis an einem Punkt zu bezweifeln:

Wenn es um den Faktor Armut (z.B. Hartz IV oder Altersarmut) geht, darf ein Mann das auch bei Gleichklang nicht öffentlich äußern. Schon ist das Thema Partnersuche für ihn erledigt. Obwohl das meist persönlich nicht selbst verschuldet ist und Millionen Menschen in diesem Land davon betroffen sind, reagieren Frau nach wie vor sehr komisch darauf. Dann gilt immer noch das Versorgerprinzip und ein Mann der nicht mithalten kann, ist dann gleich ein Versager und auch bei Gleichklang - Frauen komplett unten durch.

Kommentar von Marlies Winkler | 2016-05-22

Lieber Hölderlin (schönes Pseudonym, übrigens...),
deinem Kommentar möchte ich sowohl rational, als auch von ganzem Herzen widersprechen. Ich würde mal behaupten, dass bei Gleichklang der Anteil gut ausgebildeter und wirtschaftlich unabhängiger Frauen - gemessen am Bevölkerungsdurchschnitt - überproportional hoch ist und das Versorgerprinzip bei vielen keine Rolle spielen dürfte.
Ich habe bei Gleichklang einen ganz wunderbaren Mann kennen gelernt, der auf Harz IV war, inzwischen zwar wieder eine Stelle hat, die aber besch..... bezahlt wird, da es in unserer Gesellschaft leider geradezu schändlich schlecht bezahlte Berufsgruppen gibt. Sicher wäre es manchmal angenehm, es auch mal krachen lassen zu können, ohne sich Gedanken über Geld machen zu müssen. Aber in erster Linie zählt doch - das klingt jetzt zugegebenermaßen platt - dass man sich liebt. Und das ist unabhängig vom Einkommen sondern nur abhängig von der Persönlichkeit. Wenn du dein Selbstwertgefühl in erster Linie vom (geringen) Einkommen abhängig machst, kommt das tatsächlich nicht gut an. Also: scheiß drauf und besinne dich auf das, was dir WIRKLICH wichtig ist.

Kommentar von Martina Mokricky | 2016-05-23

Auch mir ist und war das Einkommen immer egal, will aber nicht bezweifeln, dass es viele abschreckt, zu lesen, dass der zukünftige vielleicht Partner arbeitslos ist.

Bezweifeln möchte ich den Anteil der Schwindler beim Alter. 2 Kontakte zwei Schwindler, angeblich weil man, wenn man "50+" angibt, keine Chance hat. - Beim Zweiten hats trotz falschem Alter gefunkt (und ich hätte ihn auch angeschrieben, wenn er sich nicht 5 Jahre jünger gemacht hätte), weil Alter genauso wenig wie Einkommen relevant ist, wenn man sich liebt.

Kommentar von Clemens | 2016-05-23

Ich bin seit über 3 Jahren bei Gleichklang und aktuell 65 J alt. Parallel zum bisherigen Hartz-IV-Bezug versuche ich, als Heilpraktiker der Psychotherapie meine Praxis aufzubauen. Mit nahezu Null Eigenkapital ist das extrem herausfordernd.
Bei fast allen Treffen (wenn es denn überhaupt mal dazu kam), geriet ich durch Fragen der Frau schnell in eine Art Rechtfertigungsdruck hinein. Dabei enthält mein Profil außergewöhnlich viele Details z.B. darüber, welche Werte mir wichtig sind, wo ich in meiner Lebensgestaltung den Platz meiner Partnerin sehe, dass ich finanziell für mich selbst einstehe und Verantwortung für mich übernehme usw. usw.
Dennoch schienen all diese Angaben unzureichend zu sein, denn sonst hätten diese Frauen nicht ständig nachgebohrt.
Im Ergebnis all dieser Treffen stelle ich fest:
Gleich und gleich gesellt sich gern, auch bei Gleichklang! Hast du einen deutlich ungünstigeren finanziellen oder bildungsmäßigen Status oder nur ein geringes „soziales Ansehen/Status” als die Partnerin, ist der Spaß schon vorbei, ehe irgend etwas begonnen hat.
Inzwischen habe ich keine Hoffnung mehr, dass sich aus diesen Vermittlungen eine Partnerschaft ergibt!

Noch eine erstaunliche Erfahrung habe ich machen können: Ich bin auch in der Freundschaftsvermittlung unterwegs. Dort erkannte ich, dass überraschend viele Frauen für Partnerschaften offen sind! Ich vermute, es liegt daran, dass die „Zielstrebigkeit” dieses „Gewollte” oder dieses „darauf aus sein” bei der Partnervermittlung stört und dieses Element bei der Freundschaftvermittlung nicht im Vordergrund steht. Man trifft sich lediglich in der Absicht, irgend etwas miteinander zu unternehmen und eine gute Zeit zu haben. Wenn sich dann mehr ergibt... Warum nicht?

Von daher gefällt mir inzwischen die Freundschaftsvermittlung sogar besser, als die Partnervermittlung.
Dennoch bin ich sehr skeptisch, ob ich doch noch mal mein Glück finde.

Kommentar von Monika | 2016-07-21

Hallo Clemens,
ich kann deine Frustration sehr gut verstehen. Ich bin auch
Heilpraktikerin mit Zusatzausbildung in Körperpsychotherapie und habe 4 Jahre vergeblich versucht, eine Praxis aufzubauen. Nebenbei habe ich gearbeitet. Als ich dann einen Job verloren habe, mußte ich meine Praxis aufgeben und bin dann in Hartz-IV gelandet.
Wo lebst du denn ? Der Computer hat dich für mich noch nicht ausgesucht oder ich habe es übersehen. Ich bin daran interessiert, dich kennenzulernen.